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2026 - Nichts müssen, Natur lieben lernen und sie schützen

 

Der Nationalpark Donau-Auen feiert heuer sein 30jähriges Jubiläum – eine ganze Generation an Menschen ist mittlerweile herangewachsen, für die dieser Nationalpark „schon immer“ da war. Familien und Schulkinder schätzen das Schutzgebiet als Erholungsraum, Naturrefugium und auch grünes Klassenzimmer, in dem wie damals auch Kreativität ihren Ausdruck findet.

 

Wissenschaftliche Arbeiten zeigen, dass Naturerfahrungen die Entwicklung von Kindern positiv beeinflussen. Der Aufenthalt in der Natur fördert das psychische und physische Wohlbefinden, motorische Fähigkeiten und Kreativität. Die Natur hilft, Stress abzubauen, sich wohler zu fühlen und besser konzentrieren zu können. Ein weiterer Punkt ist, dass man die digitale Welt mal außen vorlassen und sich ohne Ablenkung durch das Smartphone entspannen kann. Am Nationalpark schätzen die Jugendlichen nach eigenen Angaben am meisten die Ruhe, das Hinter-sich-lassen des Alltags, die Entschleunigung, das „Nichts müssen“. Das setze einen Gegenpol zur lauten, intensiven, mitunter hektischen Welt, in der sie aufwachsen, sagen sie. 

Aktivitäten im Freien fördern körperliche Bewegung, stärken das Immunsystem und verbessern die Schlafqualität.

 
Mit Rangern erleben Kinder Naturabenteuer und lassen die hektische Welt hinter sich.

Mit Rangern erleben Kinder Naturabenteuer und lassen die hektische Welt hinter sich. 

 

Abwechslungsreiches Angebot. Für Kinder und Jugendliche entstand in den letzten Jahrzehnten ein vielfältiges Angebot. Es gibt Programme in den Besucherzentren, geführte Wanderungen, Bootstouren, mehrtägige Aufenthalte im Nationalparkcamp und Projekttage.

Kooperationen. Der Nationalpark arbeitet auch eng mit mehreren Partnerschulen der Region zusammen: NMS Hainburg, BG/BRG Schwechat, VS Wolfsthal, VS Hainburg und NMS Orth an der Donau. Letztere betreuen seit langem jeden Frühling den Orther Amphibienzaun, wo sie Frosch, Kröte, Unke und Molch nicht nur vor dem Straßentod bewahren, sondern auch Aufzeichnungen über die Bestände erstellen. Junge Naturschutzbegeisterte können auch unser langjähriges Junior Ranger Programm mit unserem Sponsorpartner Ströck durchlaufen. Sind die Junior Ranger volljährig, werden sie zu Danube Rookies mit eigenen Aufgabenbereichen. Auch sie werden weiterhin vom Nationalpark Donau-Auen betreut.

 

Heute wie damals beschäftigen sich Kinder künstlerisch mit der Auenlandschaft.

Kreativ. Neben mehreren Malwettbewerben seit der Nationalparkgründung, verarbeiten die Kids beim jährlichen internationalen „Danube Art Master“-Bewerb Naturmotive und -materialien. Auch bei Mehrtagesprogrammen kommt gerne „Land Art“ als Programmbaustein zum Einsatz und wird von den Kindern mit großem Eifer umgesetzt. Mit dem neuen Angebot eines Kreativwochenendes für Familien, das heuer im Nationalparkcamp Eckartsau durchgeführt wird, kann der künstlerische Zugang weiter vertieft werden.

Ein Wunsch der Jugendlichen von einst ist leider ein Stück weit unerfüllt geblieben: Dass mit Einführung des Nationalparks der Müll aus der Aulandschaft verschwinden werde. Laufend bringt die Donau Schwemmmüll heute noch in das Schutzgebiet, dieser wird an den Ufern abgelagert und bei Hochwasser weit in die Seitengewässer und Auwälder getragen. Da helfen nur wiederkehrende Sammelaktionen, um die Landschaft von Plastikflaschen, Glasbehältern, Metallteilen, Styroporplatten, Autoreifen und vielem mehr zu säubern. Kräftig packen hierbei nicht nur Freiwilligengruppen diverser Betriebe an – auch Schülerinnen und Schüler sowie unsere Junior Ranger werden zu Unterstützern, um aktive Naturschutzarbeit in IHREM Nationalpark zu leisten.

 

Mag.ª Erika Dorn, Nationalpark Donau-Auen GmbH 

donauauen.at



 
 

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